Fazit 2011 und Pläne

So, nun ist es wieder Zeit, ein Fazit der diesjährigen Reise zu ziehen.

Die Planung

Da es unsere zweite Reise in diesen Teil der USA war, hatten wir natürlich andere Erwartungen als letztes Jahr, als wir als absolute „Greenhorns“ unsere Reise antraten. Wir fühlten uns sicherer und planten die Reise 2011 dann auch dementsprechend. Mehr in der Natur, also auch Campgrounds ohne vorherige Reservierung, die Route selbst nicht so genau planen, sondern sich Spielraum für kurzfristige Änderungen lassen und noch entspannter sein als letztes Jahr. Und was soll ich sagen: es war genau richtig so, wie wir es gemacht haben. Die Campgrounds in den National Parks waren traumhaft schön, unsere Fahrtstrecke leicht zu schaffen und kurzfristig die Etappen geändert haben wir auch.

Die Städte

Die Stätde auf unserer Reise (wir waren nur in San Diego und Las Vegas) haben uns gefallen, aber Las Vegas ist kein Ort den man immer wieder aufsuchen muss. Auch San Diego nicht, es gibt einiges zu sehen, aber die Stadt an sich bietet nicht soviel, daß sich ein erneuter Besuch lohnt. Bis auf ein, zwei Strassen, daß sogenannte Gaslamp Quarter, gibt es hier rein von der Stadt her nicht viel zu sehen, außer vielleicht Obdachlose, die wir aber eigentlich nicht sehen wollten. Die Stadt kann keinem Vergleich mit San Francisco standhalten, wo wir letztes Jahr waren und wo wir sicher auch wieder hinfahren werden.

Las Vegas? Nun, es ist schon faszinierend, diesen Glitter und Pomp zu sehen und in einem der Hotels zu übernachten. Wir als Landeier mögen aber lieber die Natur, die Ruhe und nicht diese hektische Betriebsamkeit. Die Hotels mit ihren überdachten Laden straßen und Themen sind natürlich gigantisch (vor allem das Cesars Palace). Aber es neigt teilweise schon extrem zum Kitsch, wenn man in einem mexikanischen Restaurant, direkt am Canale Grande, einem amerikanischen Gondoliere zuhört, der versucht italienische Lieder zu singen. Aber was solls, es gibt anscheinend viele Menschen, denen es gefällt. Wir waren auf jeden Fall froh, als es endlich mit dem Wohnmobil raus aus der Stadt ging. Wie gesagt, ist unsere persönliche Meinung, wir wolllen niemanden, dem es gefällt, den Spaß verderben.

In San Diego lohnt ein Besuch des Zoos, des angrenzenden Balboa Park, der U.S.S Midway und Old Town. Der Zoo ist schön angelegt, im Park gibt es einige architektonisch schöne Gebäude und Museen, die Midway ist ein alter Flugzeugträger, den man besichtigen kann und Old Town soll der Geburtsort der Stadt sein. Ok, wer auf Touristennepp steht ist in Old Town San Diego wirklich gut aufgehoben, aber sonst lohnt es nicht. Wir verbrachten 3 Nächte auf dem KOA San Diego Metro Campground, der auch nichts besonderes war. Weit außerhalb (mit Bus und Tram ca 30 Minuten in die Stadt), herrlich gelegen zwischen zwei großen Straßen und das Alles für nur 60$ Dollar die Nacht. Nein ehrlich, für eine Stadt ok, aber viel zu teuer und recht laut, aber sauber und mit Laundry, also KOA Standard. 2 Näche hätten uns leicht gereicht, aber man kann es vorher nicht wissen.

Die Nationalparks

Der eigentliche Grund unserer Reise, die unzähligen National Parks, State Parks und National Monuments waren genauso schön wie letztes Jahr und unsere eigentlichen Highlights. Manchmal etwas überlaufen, was uns nicht so gestört hat, denn sobald man sich etwas von den Hauptattraktionen entfernt und auf einen der Campgrounds in den Parks fährt hat man teilweise wirklich absolute Ruhe. Mitten in der Natur, teils ohne Strom und Wasser lohnen die Parks sich wirklich. Besonders hervorheben möchte ich hier den Jumbo Rock Campground im Joshua Tree NP, den Devils Garden Campground im Arches Nationalpark und den Atlatl Rock Campground im Valley of Fire. Aber Vorsicht, es ist oft schwierig am Wochenende noch einen freien Platz zu ergattern. Wir sind an einem Freitag gegen Mittag am Jumbo Rock CG angekommen und haben leicht einen Platz bekommen. 3 Stunden später waren alle Plätze dicht, also nichts mehr zu bekommen und so blieb es auch am gesamten Wochenende.

Das Fahrzeug

Obwohl wir absolute Wohnmobil Fans geworden sind, bin ich am Überlegen, beim nächsten Mal (leider nicht so schnell) einen Jeep zu mieten, da mit so einem Fahrzeug noch viel mehr schöne Fleckchen zu erreichen sind (über sogenannte Dirt oder Gravel Roads). Außerdem kann man bei einer Reise mit dem Auto viel Geld sparen. Der Mietpreis ist viel niedriger, man verbraucht sehr viel weniger Benzin (WOMO hat ca 30 Liter geschluckt) und die Motels kosten nicht viel mehr als ein Campground. Wenn man ein Zelt hat kann man die gleichen Campgrounds besuchen und ansonsten halt Motels oder Hotels. Aber auch hier wieder die Feststellung: es ist meine persönliche Meinung, es ist ja auch unser Fazit.

Resume

Also fällt unser Fazit wieder rundum positiv aus. Dieser Teil der USA ist einfach wunderschön, die Menschen sind nett und hilfsbereit und Städte sind nicht so unser Ding, aber dem kann man ja aus dem Weg gehen. Wir können jedem nur empfehlen mal Urlaub im Südwesten zu machen, es lohnt sich. Unsere nächste Fahrt wird schon geplant. Wohin? Es stehen mehrere Reiseziele zur Auswahl, entweder wieder der Südwesten, ober aber der Osten, oder von Chicago an die Westküste. Meine bevorzugte Tour wäre aber von San Diego, oder Los Angeles an der Küste entlang nach San Francisco, von dort ins Napa Valley, dem Weinbaugebiet von Californienund dann weiter nach Seattle. Aber mal sehn, es wird noch etwas Zeit vergehen, da diese Urlaube ganz schön Geld verschlingen.

Das war unser Fazit, es wird mir sicher noch mehr einfallen, also vielleicht gibts ja noch Teil 2 unseres Fazits.

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