Monument Valley – Arches National Park, 19.05.2011

Tag 17: Hello again, als erstes eine kurze Bemerkung: Rechtschreibfehler, die in unseren Artikeln dieses Jahr auftauchen, bitten wir zu entschuldigen. Meist schreiben wir nach einem anstrengenden Tag und sind schon recht müde.

Aber jetzt geht’s wieder los!

Heute morgen wieder das übliche Spiel der letzten Tage: Verkabelung des WOMO bei Kälte und Regen entfernen, Claudia findets immer wieder lustig, mir zuzuschauen. Danach waren wir auch schon wieder auf der Strasse. Langsam haben wir das Gefühl, daß das schlechte Wetter und der Regen uns verfolgen. Trotzdem lassen wir uns davon den Spaß nicht verderben. Wir starteten mit einem Tankstopp und einer ekligen Tasse Kaffee (der French Vanilla der Indianer, war so süß, daß es sogar mir zuviel war). Dann gings los, zu unserem ersten Nahziel: Mexican Hat. Sahen wir aber leider nur aus der Ferne, da die Strasse eine Dirt Road, also ungeteert war, bei dem Regen (ach ja, der war wieder da), vielleicht nicht so ratsam (oder sind wir feige?). Gleiches galt für unseren nächsten geplanten Stopp, das Valley of Gods. Auch hier sahen wir nassen,roten Sand und sind lieber nicht gefahren (eine Beschädigung des WOMO reicht mir!). Planmässig ansteuern konnten wir im strömenden Regen den Needles Overlook Point, in der Nähe von Monticello (ach ja, auf dem Weg dorthin hat es nicht geregnet…, es hat geschneit!). Zu diesem Overlook sind wir 22 Meilen von der Hauptstrasse weg durch den Canyonland National Park gefahren. Es war sensationell dort, obwohl mir der Spaß fast durch das schlechte Wetter verdorben wurde, wäre es schöner gewesen, könnten wir euch schönere Fotos zeigen. Aber auch so war der Überblick über den National Park super. Weiter gings zurück zur Hauptstrasse und über Moab zum Visitor Center des Arches National Park (Auf der Strecke entdeckten wir dann auch unseren ersten Arch: den Wilson Arch). Dort unseren Pass vorgezeigt und schnell zum Devils Garden Campground. Schnell? Na ja, eben 18 Meilen, quer durch den Park, vorbei an den ganzen Arches, steil bergauf, steil bergab, toll. Die Abgründe an den ganzen steilen Passagen waren immer auf Claudias Seite, fand sie auch ganz toll. Sie wird sicher ausführlich darüber dozieren, wenn wir wieder daheim sind. Dann kamen wir endlich am Campground an und machten uns ein erstes Bild. Wir hatten uns per Internet wieder für die richtige Übernachtungsmöglichkeit entschieden und Gott sei Dank reserviert, denn am Eingang hing wieder das bekannte Schild: Full. Unsere Site (Nr.: 53) hatte einen eigenen Felsen, eine Sitzbank und eine Feuerstelle und war mitten auf einer Sanddüne, die es hier überall gibt. Man kann es so garnicht beschreiben. Der Weg vom WOMO in den Garten war etwas weit, durch den Sand und Bergauf auch noch. Einfach genial! Wir sind dann noch unseren ersten Trail gelaufen, zum Broken Arch und zum Sand Dunes Arch, diese Dinger sind wirklich beeindruckend. Nun wieder etwas lehrreiches: wir waren der Meinung, die Arches würden durch Wind entstehen. Völlig falsch. Sie entstehen durch Temperaturunterschiede, die Einwirkung von Wasser (wenn Wasser friert, kann es die Felsen sprengen) und ist ein ständig stattfindender Prozess. Es entstehen also immer wieder neue Arches und alte verschwinden. Bestes Beispiel dafür ist der Landscape Arch, von dem 1991 ein riesiges Stück abgebrochen ist. Seit dem ist er für Besucher gesperrt. Auch sieht man oft in den Felsformationen Löcher und kleine Nischen, die irgendwann wahrscheinlich ein Arch (nein, kein Schreibfehler, wirklich ohne „S“) werden. Im Gegensatz zu den Arches, gibt es Bridges, diese werden größtenteils vom Wind geformt, der Sand mit sich führt und so wie Schmiergelpapier an den Felsen arbeitet, bis sie Löcher haben (na, da sind wir aber froh, sonst gäb es ja nichts zu sehen)

So genug der Bildung, weiter im Text: Abends haben wir dann, bei zwischenzeitlich nur noch 7°, gegrillt ((Hotdogs, Zwiebeln, Speck) und danach ein Feuer gemacht. Das Feuer war keine gute Idee, unser Feuerholz war durch die Witterung feucht, es hat gequalmt und warm gehalten hat es auch nicht. Irgendwie sind wir nicht für Lagerfeuer gemacht. Wir waren jedenfalls froh, als es endlich aus war und wir übel nach Feuer riechend endlich ins Bett konnten. Kurz die Heizung an und dann schlafen.

Machts gut, eure Urlauber Jörg + Claudia

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