Grand Canyon – Monument Valley, 18.05.2011

Tag 16: Heute gings um ca 07:15 gleich nach dem Aufstehen los Richtung Monument Valley. Es war wieder saukalt und nach dem heißen Kaffee, gings daran die Verkabelungen für Strom, Wasser und Abwasser zu lösen. Im heftigen Wind und bei Regenschauern sind mir fast die Finger abgefroren und die blöden Kabel werden ganz schön steif wenn es kalt ist. Aber es sollte noch besser kommen. Nach kurzer Fahrt fing es zu schneien an (Gott sei Dank blieb der Schnee nicht liegen) und überall standen Schilder, die vor Eis warnten. Also immer schön langsam, auf Eis und den Wind achten, die Fahrt dauerte eben etwas länger als geplant. Immer wieder Regen und Sturm, dann mal wieder Sonne, wir würden sagen „Aprilwetter“.

Trotz allem erreichten wir gegen 12:30 den Gouldings Lodge Campground und checkten ein. Im Office erfuhren wir, daß um 13:15 eine Jeeptour durch das Valley stattfindet. Da gerade die Sonne schien, entschlossen wir uns, diese zu buchen. Schnell das WOMO an den Platz fahren, ausrichten, alles anschliessen und dann zurück zur Haltestelle des Jeeps. Kurz darauf kam der Jeep und unser Navajo Fahrer stellte sich als Jonah vor. Da wir bei diesem Sauwetter die einzigen Fahrgäste waren, durften wir vorne bei ihm sitzen, was sich noch als großer Vorteil herausstellte. Dann gings los. Jonah konnte während der Fahrt wahrscheinlich genausowenig sehen wie wir, da sein Scheibenwischer in Fetzen über der Windschutzscheibe hing. Macht aber nichts, denn Jonah fährt die Strecke ja täglich, also wahrscheinlich auch blind.

Es ging vom Campground aus, über das Visitorcenter, direkt auf die sandige, teils matschige, Strasse. Hier verschlug es uns erst mal den Atem, mit welchen Fahrzeugen die Leute teilweise über die Piste schwankten (es fuhren sogar WOMO’s auf dieser Strasse, also bitte liebe Mieter von Wohnmobilen, beschwert euch nie wieder über den Zustand von gemieteten Wohnmobilen, ich verstehe jetzt, warum die Dinger teilweise in schlechtem Zustand sind).

Unser Fahrer, Jonah, erwies sich im Laufe der Fahrt als wahres Goldstück, er unterhielt sich mit uns über verschiedene Themen, erzählte über die Kultur der Navajo und zeigte uns wirklich jedes Eck seines Monument Valley (den Navajo gehört diese Valley). Teilweise musste ich hinter im her über die roten Felsen klettern, um besonders schöne Stellen zu entdecken, habs auch gemacht, obwohl mir nicht ganz wohl dabei war. Zwischenzeitlich war auch das Wetter mal ein wenig besser und wir konnten die verschieden benannten Felsformationen wirklich gut sehen. Aber schon vorher hat er uns auch im Regen an den entscheidenden Stellen für Fotos aussteigen lassen (zum Schluß wollte ich schon nicht mehr, da ich richtig nass war). Bei der holprigen Fahrt über Sanddünen und matschige Strassen (Gruß an die Doge Ram Freunde), klammerte Claudia sich teilweise richtig an mir fest, half aber nicht viel, da ich nichts zum Festhalten hatte. Also wackelten wir beide durch die Fahrerkabine und mehr als einmal traf Kopf auf Metall. An einer Sanddüne brauchte es sogar einen zweiten Anlauf, da wir beim ersten Mal steckenblieben. Unterwegs traffen wir auch andere Jeeps mit ihren Passagieren, die tief geduckt versuchten, einigermaßen trocken zu bleiben (daher war vorher von einem großen Vorteil die Rede).

Irgendwann war dann die schöne Fahrt vorbei und Jonah setzte uns wieder am Camground ab, wo wir ihn mit einem schönen Trinkgeld für die tolle Tour dankten. Er sagte uns daraufhin, er wäre um 05:30 PM wieder da und wir könnten mit dem Shuttle zum Diningroom der eigentlichen Lodge fahren. Gesagt, getan, wir um 17:30 am Shuttlestopp und in das Restaurant, wo wir ein gigantisches Abendessen genossen (Steak, Shrimps, paniertes Beef Steak, usw). Gut gesättigt gingen wir dann zum Shuttlestopp wo Jonah schon wartete. Obwohl er erst wieder in 45 Minuten fahren sollte, bot er uns an schon mal ins Auto zu kommen, er müsse erst noch den Film im Kino starten, dann die Tür schliessen und würde uns dann sofort(!) zurückfahren. Auf der Fahrt (wir waren wieder die einzigen Fahrgäste) sang er uns dann noch Indianerlieder vor, wir hatten also das volle Programm.

Jonah werden wir glaube ich nicht so schnell vergessen, er hat uns wirklich einen perfekten Nachmittag bereitet. So und jetzt sitzen wir im Wohnmobil, frisch geduscht und müde, gleich geht’s ins Bett, morgen wird wieder ein langer Tag.

Bis zum nächsten Bericht, die Navajo Fans

Claudia + Jörg

2 Gedanken zu “Grand Canyon – Monument Valley, 18.05.2011

  1. Hi Ihr beiden,
    wir vermissen Euch!!!!
    Hoffentlich könnt Ihr die letzte Zeit auch noch genießen. Aber dann wird zuhause geblieben.
    Die Fische sind wohlauf, noch kein Verlust zu verzeichnen.
    Wann kommt Ihr genau? Ich frage wegen dem Shuttleservice, ich will ja pünktlich da sein.
    Viele Grüße vom Hasen bis bald.
    Heiki

  2. Juhu, Grüße aus der Heimat. Ich hab grad alle Berichte für Chefe ausgedruckt und dabei fleissig gelesen. Hört sich ja wirklich klasse an. NEID!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich arbeite mich fast tot hier, aber tot und reich ist auch ok, oder? Freu mich wenn Ihr gesund wiederkommt. Grüßle Gabi

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