Lissabon April 2012

Vom 14.04.2012 bis 19.04.2012 verbrachten wir 5 schöne Tage in Lissabon. Wir buchten die Reise online, über Lidl Reisen und es hat wirklich gut funktioniert. Unser Abflug in München war bereits um 06:10, wir starteten also in Garmisch um 02:15, da wir erst unsere Freundin Astrid in Garmisch und dann ihren Schatz Reinhold noch in Pasing abgeholt haben und vom Parkservice in Eitting noch zum Flughafen gefahren wurden.

Als erstes eingecheckt, Gepäck aufgegeben und den ersten Kaffee getrunken und schon hat alles wieder viel besser ausgesehen. Ab durch die Sicherheitskontrolle und in den Flieger der portugiesischen TAP. Um 09:10 Ortszeit kamen wir in Lissabon an und fuhren mit dem Aerobus 91 bis zur Av Liberdade, von wo aus es ca 15 min bis zu unserem Hotel Eurostar Das Letras waren. Dort angekommen erklärte uns die Dame an der Rezeption, unsere Zimmer seien erst um 14:00 fertig. Wir konnten aber unser Gepäck abgeben und starteten die erste Erkundung der Stadt.

Die öffentlichen Verkehrsmittel konnten wir mit der am Morgen gekauften Fahrkarte benutzen. Was uns gleich am Anfang auffiel, war die Sprache, die doch recht hart klingt und auch viele Zischlaute enthält, uns hats nicht gefallen, italienisch, oder spanisch klingen da schon viel angenehmer. Die Stadt an sich hat uns von Anfang an gefallen, es gibt viele Parkanlagen, mitten in der Stadt, schöne Aussichtspunkte und viele Plätze mit Statuen und Reiterstandbildern, die von Portugals großen Zeiten erzählen. Geteerte Gehwege sind eher ungewöhnlich, es wird gepflastert, meist in zwei Farben. Claudia meinte, es sei wirklich toll wie die meist modisch gekleideten, einheimischen Frauen auf ihren hochhakigen Schuhen über die oft glatten Steine laufen, ohne sich zu verletzen. Wir entdeckten eine der alten Trambahnen, die den unteren und den oberen Teil Lissabons verbinden und fuhren an einen der schönen Aussichtspunkte. An jedem dieser Punkte gibt es ein kleines Cafe, wo man gemütlich seinen Wein trinken und einen kleinen Snack zu sich nehmen kann, auch in den Parks ist es so. Also haben wir uns erst mal gesetzt, einen ersten Wein getrunken, unser erstes Sandwich gegessen und nach der anstrengenden Anreise erst mal ein wenig relaxt. Wir hatten einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und die gegenüberliegenden Hügel mit dem Castello San Jorge und vielen anderen Sehenswürdigkeiten.

Später gings dann erst mal zurück ins Hotel, einchecken und ein wenig ausruhen, bevor wir zu unserem ersten Abendessen in Lissabon aufbrachen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten hier zu essen, zum einen die richtig teuren Fischrestaurants, dann die etwas billigeren Cervejas und die kleinen Cafes, in denen man einfache Gerichte erhält. Genau in so ein kleines Lokal gingen wir. Es gab Lachsfilet, Mini Calamari vom Grill, ein Steak und Thunfischsalat. Uns hat es geschmeckt und so gingen wir gut gesättigt zurück ins Hotel und nahmen an der Hotelbar einen Absacker.

Die nächsten Tage verbrachten wir in der Stadt und besuchten verschiedene Sehenswürdigkeiten. Höhepunkt ist hierbei sicher die Fahrt in der Strassenbahn Nr. 28, die in engsten Gassen bergauf und bergab fährt, man sieht während der Fahrt die meisten Sehenswürdigkeiten und bekommt einen guten Eindruck davon, wie eng und verwinkelt die Altstadt Lissabons ist. Sehenswert ist auf jeden Fall auch der Friedhof am Ende der Linie 28. Nicht mit Gräbern und Grabsteinen, sondern mit vielen kleinen „Häuschen“, sind hier die Wege gesäumt. Die Särge befinden sich in diesen Bauwerken, ebenso wie meist ein Tisch und ein Stuhl und an der Tür kunstvolle Vorhänge, also fast wie kleine Häuser für die Toten und ihre Angehörigen. In der Stadt sollte man das bekannte Cafe Brasil nicht versäumen, in dem man entweder seinen Kaffee an der ewig langen Theke trinken kann, oder aber an einem der Tische vor der Tür.

Eine Fahrt nach Belem gehörte natürlich auch zu unserem Programm. Hier gab es ein Stück Weltkulturerbe, das Hieronymus-Kloster und den Torre de Belem zu sehen, außerdem die Geburtsstätte der köstlichen Backwaren, die Fábrica des Pastéis de Belém. Diese Pastéis sind, mit Creme gefüllte, Blätterteigtaschen, die am besten warm und mit Zimt bestreut schmecken. Gott sei dank haben diese Dinger kaum Kalorien, ha, ha, ha, schön wärs. Außerdem kann man in Belem das „Padrão dos Descobrimentos“ bewundern, ein den berühmten Seefahrern gewidmetes Bauwerk. Es gibt noch mehr interessantes zu sehen, aber dafür sollte man den Reiseführer konsultieren, für uns waren dies die wichtigsten Sachen.

Eine Fahrt nach Sintra sollte natürlich immer auf dem Programm stehen, wenn man Lissabon besucht. Es handelt sich hier um die Sommerresidenz der ehemaligen Herrscher, die mit vielen historischen Gebäuden auch noch erhalten ist. Wir hatten leider sehr schlechtes Wetter, sodaß wir die Parks und Paläste gar nicht besuchten und uns auf die Beschreibungen im Reiseführer verlassen mussten, schade, bei schönem Wetter müssen die Gebäude und Parkanlagen wirklich faszinierend sein. Die Fahrt nach Sintra haben wir übrigens mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt. Erst mit der Bahn nach Estoril, dem Seebad und dann weiter mit dem Bus nach Sintra. Zurück dann direkt mit dem Zug nach Lissabon. Viel mehr gibts garnicht mehr zu berichten, unser Fazit ist: Lissabon war für uns eine Reise wert, auch fünf Tage kann man es hier wirklich gut aushalten, da es an jeder Ecke etwas zu sehen gibt und auch ein Ausflug ins Umland viel sehenswertes bietet.

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