Barcelona März 2014

Wir wollen weg, schnell, innerhalb der nächsten 2 Wochen, einfach mal wieder raus aus Burgrain.  Also wohin solls gehen? Es standen einige Ziele zur Auswahl, aber nach einigen Internetrecherchen und Auskunft von Freunden und Verwandten stand fest: Barcelona wird unser Ziel.

Also im Internet nachgelesen und Preise verglichen, die Hotels in den wichtigsten Bewertungsportalen nachgeschlagen und schließlich die Buchung durchgeführt. Wir fanden „unser“ bestes Angebot bei Lufthansa Holidays, Veranstalter der Reise war Thomas Cook. Es ging am 18.03.2014 11:15 mit der Lufthansa von München nach Barcelona, vier Übernachtungen im zentral gelegenen Hotel Expo, inclusive Frühstück und dann am 22.03.2014 12:15 zurück nach München. Das Auto blieb für die insgesamt 5 Tage beim Parkservice Kranzeder, 35 € , mit Transfer vom Parkplatz zum Flughafen und Abholung am Flughafen.

Nach der Ankunft in Barcelona stellt sich als Erstes die Frage, wie man vom Flughafen in die Stadt kommt, wir hatten uns natürlich für die günstigste Variante entschieden und sind mit dem Nahverkehrszug zum Bahnhof Sants gefahren, von diesem war unser Expo Hotel ca 200 Meter entfernt. Die Kosten beliefen sich auf ca 4,30€, bezahlt haben wir mit der T10 Streifenkarte, die auch für andere Fahrten mit Metro, Bus, oder Bahn genutzt werden kann. Als Alternative hätte es den Nonstop Flughafenbus gegeben, ca 6,50€ pro Person, oder ein Taxi für ca 24 €. Also sind wir wirklich günstig gefahren.

Im Hotel angekommen, wurden wir freundlich an der Rezeption begrüßt, es folgte die Frage, ob wir zwei getrennte Betten, oder ein Doppelbett haben wollen. Auf unsere Antwort, daß uns ein Doppelbett lieber wäre, gab es dann die Antwort, es gäbe aber nur getrennte Betten, diese dürften wir aber zusammenschieben. Warum dann erst die Frage? Egal, wir fuhren also mit dem Lift in den 8. Stock und bezogen unser Domizil für die nächsten 4 Nächte. Betten zusammengeschoben, Klamotten ausgepackt und auf den Balkon, den Ausblick geniessen. Leider nur im Stehen, denn obwohl der Balkon und der Ausblick wirklich schön waren gab es keine Stühle, auch egal. Das Zimmer war sauber, ok, im Bad war der Boden etwas fleckig und der Türstock angefault, aber ansonsten sauber und nicht eklig.

Nun stand der erste „Ausgang“ in die Stadt an, also in den Teil der Stadt, den wir schon vom Balkon aus sehen konnten: Arenas, Plaza Espanyol und auf einem Hügel gelegen das Nationalmuseum. Die Arenas sind eine ehemalige Stierkampfarena, die zum Einkaufszentrum umgebaut wurden, viele Geschäfte, 12 Kinos und viele Restaurants und Imbissstände. Der Plaza Espanyol ist ein zentraler Platz mit Kreisverkehr, auf dem immer die Hölle los ist, wir waren froh, nicht selbst Auto fahren zu müssen. Das Nationalmuseum ist ein imposantes Gebäude,welches am Ende einer breiten, von venezianischen Türmen flankierten Straße, auf einem Hügel thront.

Nachdem wir uns einen ersten Eindruck verschafft hatten und es schon dunkel wurde, gings zurück zu den Arenas, wo wir mit den Rolltreppen in den 5. Stock fuhren. Von dort hat man einen wunderschönen 360° Rundumblick auf die Stadt, der Lust auf Mehr macht. Aber an diesem Abend wollten wir nur etwas Essen und dann wieder  ins Hotel. Wir suchten uns also eins der vielen Restaurants auf dieser Ebene aus, es hieß J5. Hier genossen wir den schönen Ausblick und eine gute Flasche Wein, der Godir heißt. Satt und müde ging es dann zurück ins Hotel, wir freuten uns schon auf den nächsten Tag. Leider funktionierte die Klimaanlage im März noch nicht, sondern machte nur warme Luft, was üblich zu sein scheint, somit hatte es im Zimmer ca 24°. Also machten wir die Balkontür auf, etwas laut, aber bei Weitem erträglicher.

Der nächste Tag. Wir hatten uns schon in Deutschland dafür entschieden, nicht die Barcelona Card zu kaufen, sondern lieber zwei Tage mit den HopOn HopOff Bussen durch Barcelona zu fahren. Die Barcelona Card ist zwar nicht schlecht, aber eher wenn man die unzähligen Museen besucht, was wir nicht wollten. Die anderen Sehenswürdigkeiten, deren Eintrittspreise wirklich gesalzen sind, zahlt man zusätzlich. Also im Hotel für zwei Tage die Karte gekauft und schon konnte es losgehen. Stopp, natürlich erst nach dem wirklich umfangreichen und guten Frühstück im Hotel. Eier, Speck, Käse, Wurst, Obst, eben Alles, was zu einem guten Frühstück dazugehört. Dann gings aber wirklich zum Bus und die nächsten zwei Tage kreuz und quer durch Barcelona. Ich werde jetzt hier nicht alle sehenswerten Orte aufzählen und auch nicht beschreiben, denn dafür gibt es schon mehr als genug Beschreibungen und Reiseführer, aber kurz zusammenfassen möchte ich unsere Eindrücke schon: Wir finden Barcelona einfach nur schön. Es gibt viel zu sehen, wir mögen das Essen mit Tapas und anderen Spezialitäten, die Stadt ist recht sauber (obwohl wir im Internet Gegenteiliges gelesen haben) und die Menschen nett. Ach ja, teuer ist die Stadt auch. Man sollte auf keine Fall auf den Las Ramblas etwas essen, sondern lieber in eins der unzähligen Restaurant in den zahlreichen Nebenstraßen gehen. Wir machten den Fehler und haben etwas auf den Ramblas gegessen, überteuert und wirklich nichts besonderes. Wo man auch Abstriche machen muss, aber da sind wir Deutsche auch etwas verwöhnt, ist die Sauberkeit und auch Anzahl an Toiletten. Oft hilft nur Desinfektionsmittel im Taschenformat. Die Art, eine Stadt mit den HopOn HopOff Bussen zu entdecken hat sich bewährt, wir haben so auch schon San Francisco entdeckt, wenn etwas interessant ist steigt man aus und kann dann an jeder beliebigen Station wieder einsteigen.

Den letzten Tag unseres Aufenthaltes nutzen wir dann, um die Stadt ohne Verkehrsmittel zu erkundigen, Las Ramblas, hier auch den großen Markt für frische Lebensmittel, den Hafen, den Strand und wieder das Nationalmuseum, um noch einmal den schönen Blick auf die Stadt zu geniessen. Tja und dann waren die fünf Tage auch schon wieder vorbei, es ging nach Hause und hier sitze ich nun, um diesen Bericht zu schreiben.

Ein Tip von uns, den wir im Internet gefunden haben: In einer Seitenstraße am Hafen (7 Carrer de la Reina Cristina,
Barcelona, Spain) gibt es eine kleine Bar, die Champainaria. Eng, dreckig, laut, aber ein Muß. Man trinkt hier Sekt für einen Euro, im Stehen, auf engstem Raum, aber die Bar ist Kult. Wir verbrachten hier vergnügliche 2 Stunden, haben viel getrunken, viele Tapas gegessen und verhältnismässig wenig bezahlt. Wirklich empfehlenswert.

Unser Fazit: Wer historische Städte mag, für den ist Barcelona auf jeden Fall eine Reise wert. Fünf Tage reichen gerade aus, um die wichtigsten Dinge zu besichtigen, ohne Streß zu haben, wer es in weniger Zeit schafft kann nicht viel gesehen haben.

 

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