Vulkanasche – Chaos am Himmel

Gott sei Dank ist Alles vorbei, oder doch nicht?

Nach den Turbulenzen der letzten Woche kehrt ja jetzt anscheinend wieder Normalität ein, alle Flüge in Europa finden  statt und die „Gestrandeten“ werden nach Hause gebracht.

Es war schon aufregend die Entwicklung der letzten Woche mitzuerleben, wobei mich weniger die globalen Konsequenzen interessierten, sondern, Egoist der ich bin, mehr die Auswirkungen auf meine jetzt doch bis ins letzte Detail geplanten Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika. Es ist schon interessant, was ein großer Vulkan, auf einer doch so kleinen Insel, für uns bedeuten kann und wie sich dadurch das Leben ändert. Bei mir zumindest bleibt momentan immer ein leicht flaues Gefühl, wenn ich an unseren Reisebeginn am 01.05.2010 denke:

Fliegen wir wirklich? Kommt neue Vulkanasche? Bricht der zweite Vulkan aus? Wie kann man sich in Zukunft gegen so ein Ereignis wehren?

Gut momentan scheint Alles normal zu sein, aber selbst eine kleine Meldung im Videotex des ORF macht doch schon nervös:

Über Schweden und Norwegen wurde der Luftraum wieder teilweise gesperrt, da die Asche nicht, wie erwartet, verschwunden ist. Ja und bei uns, wann wird hier wieder eine erhöhte Konzentration festgestellt? Hoffentlich erst nach unserer Ankunft in den USA, denn dann können wir unseren Urlaub wenigstens wie geplant antreten. Und wie kommt im Fall der Fälle zurück?

Antwort: Irgendwie auf jeden Fall, machen wir eben ein paar Tage Urlaub mehr.

Hoffentlich bleiben wir von solchen Ereignissen in nächster Zeit verschont.

Ach ja, auch zum Katastrophenmanagement muss ich noch etwas loswerden:

Die Vorwürfe an die Verantwortlichen, kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. Die Sperrung des Luftraums wurde wegen der vorhandenen Informationen verhängt, die darauf hinwiesen, daß eine Bedrohung von der Vukanasche ausging. Da ich selbst mir kein Urteil erlauben kann, finde ich es richtig, erst die Sicherheit in den Vordergrund zu stellen und dann nach einer Lösung zu suchen. Was wäre denn passiert, sobald die ersten Flugzeuge vom Himmel gefallen wären? Diejenigen die vorher über die Schliessung des Luftraums gelästert haben wären doch die Ersten gewesen, die dann die Öffnung verurteilt hätten. Auch die Aussagen von Herrn Lauda muss man mit Vorsicht geniessen, da auch er nicht zu 100% sagen konnte, welche Gefahren wirklich von der Aschewolke ausgegangen ist. Für die Zukunft muss man sich Gedanken über Möglichkeiten der Krisenbewältigung machen und die gewonnenen Erkenntnisse können ja dann mit verwendet werden.

Bleibt zu hoffen, dass jetzt erst mal Ruhe ist, wir in Urlaub fliegen können und auch wieder heil zurück kommen.

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